Wallbox · PV-Überschussladen Laden mit eigenem Strom.
Eine Wallbox ist schnell montiert. Interessant wird sie, wenn sie weiß, wann die Sonne scheint, wie voll der Speicher ist und was der Strom gerade kostet.

Lademodi
Dieselbe Wallbox, vier Verhaltensweisen.
Sie wählen pro Situation, was Priorität hat: Tempo, Solarnutzung oder Kosten. Das Energiemanagement setzt es um.
Maximale Leistung, unabhängig von Erzeugung und Preis. Sinnvoll wenn: die Abfahrt in einer Stunde ist.
Nur mit Überschuss aus der eigenen Erzeugung, Leistung folgt der Sonne. Sinnvoll wenn: das Auto tagsüber steht.
Nutzt günstige Zeitfenster eines dynamischen Tarifs. Sinnvoll wenn: ein Börsenstromtarif vorliegt.
Bis Uhrzeit X auf Ladestand Y — den Weg dahin plant das System. Sinnvoll wenn: jeden Morgen 80 % gebraucht werden.
Flotte & Gewerbe
Wenn zehn Fahrzeuge gleichzeitig laden wollen.
Ohne Lastmanagement bestimmt die Gleichzeitigkeit den Netzanschluss — und damit die Anschlusskosten. Mit dynamischer Verteilung reicht meist der bestehende Anschluss.
Dynamische Leistungsverteilung auf alle Ladepunkte
Priorisierung nach Abfahrtszeit oder Fahrzeugtyp
Anschlussleistung wird nie überschritten — Lastspitzen bleiben aus
Nutzerbezogene Abrechnung für Dienst- und Privatfahrzeuge

Gleichstrom · Sigenergy
Wenn die Wallbox im Speicherturm sitzt.
Eine gewöhnliche Wallbox lädt mit Wechselstrom: Der Solarstrom wird vom Wechselrichter in Wechselstrom gewandelt, das Auto wandelt ihn wieder in Gleichstrom zurück. Zweimal gewandelt, zweimal Verluste. Das Sigen EVDC Lademodul überspringt beides — es wird als Modul in denselben Speicherturm gesteckt wie Wechselrichter und Batterie und bedient das Auto direkt über den Gleichstromkreis.
Es gibt das Modul in zwei Stufen: 12,5 kW und 25 kW. Beide liegen über dem, was eine Wandbox mit 11 oder 22 kW leistet, und die Leistung kommt wahlweise aus der PV-Anlage, aus dem Speicher oder aus dem Netz. Welche Stufe sinnvoll ist, entscheidet nicht der Prospekt, sondern Ihr Fahrprofil — wer nachts zwölf Stunden am Kabel hängt, lädt mit 12,5 kW genauso voll und zahlt weniger. Das Modul arbeitet in beide Richtungen, und zwar mit derselben Leistung: Bei einem Netzausfall kann die Fahrzeugbatterie das Haus mitversorgen (Vehicle-to-Home). Die Rückspeisung ins öffentliche Netz (Vehicle-to-Grid) beherrscht das Gerät ebenfalls — ob sie bei Ihnen genutzt werden kann, hängt am Messkonzept und am Netzbetreiber, nicht am Gerät.
Sinnvoll ist das nicht für jeden. Wer ohnehin einen Sigenergy-Speicher plant und sein Auto überwiegend zu Hause lädt, spart sich damit ein zweites Gerät an der Wand. Wer nur eine Lademöglichkeit braucht, fährt mit einer AC-Wallbox günstiger.
Technik
Was wir verbauen.
Der bundesweite Zuschuss für Wallboxen ist ausgelaufen. Für Ladeinfrastruktur im Gewerbe und in der Wohnungswirtschaft bestehen weiterhin Landes- und Kommunalprogramme. Wir prüfen die Förderfähigkeit und übernehmen die Antragsunterlagen. Abrechnung nach Nutzer, Fahrzeug oder Kostenstelle. Erstattung für dienstliches Laden zu Hause. Mieterladen in Wohnanlagen mit eigener Zuordnung.
Energiemanagement dahinter →Häufige Fragen
Häufige Fragen zur Wallbox.
Darf der Netzbetreiber meine Wallbox abschalten?
Abschalten nicht, dimmen schon. Private Wallboxen über 4,2 kW, die seit 2024 in Betrieb genommen werden, sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Bei einer konkreten Gefährdung seines Netzes darf der Netzbetreiber den Netzbezug reduzieren, aber nur bis auf eine Mindestleistung, die bei 4,2 kW beginnt. Strom vom eigenen Dach zählt nicht gegen diese Grenze: Die Wallbox darf im Steuerungsfall mehr laden, wenn der Mehrbezug aus der PV-Anlage stammt. Im Gegenzug sinkt das Netzentgelt.
Welches Netzentgelt-Modul passt zur Wallbox?
Das ist eine Rechenaufgabe mit den Werten Ihres Netzbetreibers. Modul 1 ist eine jährliche Pauschale, Modul 2 senkt den Netzentgelt-Arbeitspreis auf 40 % und setzt einen eigenen Zähler voraus, Modul 3 ergänzt Modul 1 um zeitvariable Netzentgelte und setzt ein intelligentes Messsystem voraus. Nach Einschätzung der Bundesnetzagentur dürfte für die E-Mobilität die Kombination aus Modul 1 und Modul 3 regelmäßig attraktiv sein, weil sich die Ladezeit einer Wallbox am ehesten verschieben lässt.
Wie viel Strom braucht ein E-Auto im Jahr?
Das ergibt sich aus Fahrleistung, Verbrauch und Ladeverlusten. Der ADAC-Ecotest misst je nach Fahrzeug 13,4 bis 29,7 kWh je 100 km, in der Kompaktklasse 16 bis 18,5 kWh. Ein Rechenbeispiel: 15.000 km mit 18 kWh je 100 km und 12 % Ladeverlust ergeben rund 3.000 kWh im Jahr. Diesen Bedarf rechnen wir bei der Auslegung in die Leistung der PV-Anlage ein, damit das Auto möglichst aus dem Überschuss laden kann.
Warum eine Wallbox statt der Haushaltssteckdose?
Weil an der Wallbox weniger Strom verloren geht. Der ADAC hat an der Wallbox 5 bis 7 % Ladeverluste gemessen, an der Haushaltssteckdose 13 bis 24 %. Beim PV-Überschussladen mit kleinen Strömen sind es 8 bis 13 % — dafür lädt das Auto dann mit Strom, der sonst für die Einspeisevergütung ins Netz ginge.
Können mehrere Fahrzeuge an einem Anschluss laden?
Ja, mit Lastmanagement. Ohne Lastmanagement bestimmt die Gleichzeitigkeit den Netzanschluss — und damit die Anschlusskosten. Mit dynamischer Verteilung teilen sich alle Ladepunkte die verfügbare Leistung, priorisiert nach Abfahrtszeit oder Fahrzeugtyp, und die Anschlussleistung wird nie überschritten. Meist reicht dann der bestehende Anschluss.
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Ein Gespräch klärt Anschluss, Lademodus und Förderfähigkeit.
