Energiekonzept für den Neubau Im Rohbau ist alles noch günstig.
Leerrohre, Zählerplatz und Dachdurchführungen kosten im Neubau fast nichts — im Nachhinein ein Vielfaches. Wer die Energieplanung früh mitdenkt, spart doppelt.
Bauphasen
Wann wir dabei sein sollten.
Je früher, desto günstiger — aber auch später lässt sich noch viel retten. Diese Übersicht zeigt, was in welcher Phase noch möglich ist.
Dachform, Ausrichtung und Technikraum werden festgelegt — hier entstehen die größten Hebel und die geringsten Kosten. Status: ideal.
Heizsystem und Effizienzhaus-Standard werden verbindlich. Förderpfad und Nachweise lassen sich sauber aufsetzen. Status: ideal.
Leerrohre, Durchführungen und Zählerplatz können noch ohne Mehrkosten vorgesehen werden. Status: gut.
Installation läuft. Ergänzungen sind möglich, verursachen aber Anpassungen an bereits fertigen Gewerken. Status: noch machbar.
Nachrüstung bleibt möglich, kostet aber typischerweise ein Mehrfaches — vor allem bei Leitungswegen. Status: teuer.
Vorbereitung im Rohbau
Sechs Dinge, die später teuer werden.
Für PV-Strings und Kommunikation, ohne später Wände zu öffnen.
Wärmepumpe, Speicher und Verteilung brauchen Fläche und Zugang.
Platz für Smart Meter, Steuerung und zweite Messeinrichtung.
Ausreichender Querschnitt für 11–22 kW Ladeleistung.
Gleichzeitigkeit von Wärmepumpe und Wallbox früh anmelden.
Kabelgebundene Anbindung der Komponenten statt WLAN-Hoffnung.
Für Bauträger & Architekten
Bei mehreren Einheiten oder wiederkehrenden Haustypen lohnt sich ein festes Energiekonzept: gleiche Komponenten, gleiche Dokumentation, planbare Kosten. Für Mehrfamilienhäuser kommt Mieterstrom als Ertragsmodell hinzu. Ein Energiekonzept, das für alle Haustypen wiederverwendet wird. Feste Komponentenliste — kalkulierbare Einkaufs- und Montagekosten. Dokumentation und Übergabeunterlagen standardisiert. Bei Mehrfamilienhäusern Mieterstrom als laufender Ertrag.
Mieterstrom+ für Mehrfamilienhäuser →Anforderungen & Nachweise
Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Energiekonzept im Neubau.
Wann sollten wir NexaGrid360 in die Planung einbinden?
Am besten in der Entwurfsphase. Dort werden Dachform, Ausrichtung und Technikraum festgelegt — die größten Hebel bei den geringsten Kosten. Bis zum Rohbau lassen sich Leerrohre, Durchführungen und Zählerplatz noch ohne Mehrkosten vorsehen. Ab dem Ausbau sind Ergänzungen möglich, verursachen aber Anpassungen an fertigen Gewerken; nach der Fertigstellung kostet eine Nachrüstung typischerweise ein Mehrfaches, vor allem bei den Leitungswegen.
Welche Regeln gelten für die Heizung im Neubau?
Seit dem 29.07.2026 gilt statt des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Für Neubauten hat der Gesetzgeber bereits beschlossen, dass sie ab dem 1. Januar 2030 als Nullemissionsgebäude zu errichten sind, die am Standort keine CO₂-Emissionen aus fossilen Brennstoffen verursachen. Welche Anforderungen für Ihr Projekt heute gelten, hängt von Bundesland, Fördervariante und Gebäudetyp ab — wir prüfen sie projektbezogen.
Welche Wärmepumpe passt in einen Neubau?
Im Neubau lässt sich die Heizfläche von Anfang an auf eine niedrige Vorlauftemperatur auslegen — und je niedriger die Vorlauftemperatur, desto höher die Jahresarbeitszahl und desto weniger Strom braucht die Wärmepumpe für dieselbe Wärme. Wir planen Panasonic-Aquarea-Wärmepumpen. Die Inneneinheit gibt es als All-in-One mit integriertem Warmwasserspeicher auf rund einem halben Quadratmeter Stellfläche oder als schlanke Wandeinheit; welche Bauform es wird, gehört in die Planung des Technikraums.
Was ist beim Netzanschluss zu bedenken?
Die Gleichzeitigkeit: Laufen Wärmepumpe und Wallbox zur selben Zeit, muss der Anschluss das tragen. Deshalb melden wir beide früh beim Netzbetreiber an und sehen zur Garage eine Leitung mit ausreichendem Querschnitt für 11 bis 22 kW Ladeleistung vor. Wärmepumpen und private Wallboxen über 4,2 kW sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG: Der Netzbetreiber darf ihren Netzbezug im Engpass dimmen, aber nie auf null, und im Gegenzug sinkt das Netzentgelt.
Was bringt ein festes Energiekonzept für Bauträger?
Planbare Kosten bei wiederkehrenden Haustypen: gleiche Komponenten, gleiche Dokumentation, standardisierte Übergabeunterlagen. Im Mehrfamilienhaus kommt Mieterstrom+ als laufender Ertrag dazu: Der Solarstrom vom Dach wird als Überschussanlage angemeldet, je Wohnung im Gebäude gemessen und abgerechnet; den Reststrom bezieht jede Wohnung weiter von ihrem eigenen Lieferanten.
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Die 65-%-Pflicht für neue Heizungen ist gestrichen – frei ist der Heizungstausch trotzdem nicht. Was das Gebäudemodernisierungsgesetz geändert hat und was weiter für die Wärmepumpe spricht.
Beitrag lesen →Neue Wärmepumpen und Wallboxen über 4,2 kW darf der Netzbetreiber seit 2024 im Engpass dimmen, aber nie auf null. Im Gegenzug sinkt das Netzentgelt. Welches der drei Module passt, ist eine Rechenaufgabe.
Beitrag lesen →In welcher Bauphase sind Sie?
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