Gewerbespeicher · Peak Shaving Speichern. Steuern. Optimieren. Skalieren.
Energieinfrastruktur für die nächste Generation — vom Gewerbespeicher bis zur netzdienlichen Großanlage, orchestriert von einem intelligenten Energy Infrastructure Stack.

Wo das Geld liegt
Drei Hebel. Sie wirken unterschiedlich stark.
Bei einer Abnahmestelle mit registrierender Leistungsmessung zahlen Sie zwei Netzentgelte: eines auf die verbrauchte Arbeit und eines auf die höchste Viertelstundenleistung des Jahres. Der zweite Posten ist der, den die meisten Betriebe unterschätzen — eine einzige Lastspitze im Februar bestimmt zwölf Monate lang den Leistungspreis.
Hebel 1 — Lastspitze kappen. Der Speicher deckt die Spitze, der gemessene Netzbezug sinkt, der Leistungspreis sinkt mit. Das wirkt unabhängig davon, ob eine Photovoltaikanlage vorhanden ist.
Hebel 2 — Eigenverbrauch erhöhen. Mittagsüberschuss aus der eigenen Anlage wandert in den Abend oder in die Nachtschicht, statt zu Einspeisevergütung ins Netz zu gehen. Das wirkt nur, wenn erzeugt wird.
Hebel 3 — Beschaffung flexibilisieren. Wer stündlich beschafft, kann in günstigen Stunden laden und in teuren entladen. Das setzt einen entsprechenden Liefervertrag voraus und ist nicht für jeden Betrieb der richtige Weg.
Welcher Hebel bei Ihnen trägt, entscheidet der Lastgang — nicht die Branche. Deshalb steht die Lastgangauswertung bei uns vor dem Angebot.
Der Energy Stack
Vier Ebenen. Ein zusammenhängendes System.
Vom modularen Gewerbespeicher bis zum Container für Netzanwendungen — jede Ebene deckt die nächste Größenordnung ab, gesteuert über dieselbe Software-Ebene.
SigenStack — modular für Betriebe
Batteriemodule zu je 12,06 kWh, bis zu sieben je Stapel und 21 je System. Skalierung: bis 253 kWh.
SigenCube — All-in-One für Gewerbe und Industrie
Vorkonfigurierte Einheit für Lastspitzenkappung und Eigenverbrauch. Baugrößen: ES261 mit 261 kWh und ES401 mit 401 kWh.
Nordsøen 4472 — Großspeicher
Container-Großspeicher für Netzdienlichkeit und Handel. Skalierung: 4.472 kWh je 20-Fuß-Container.
Monitoring und Steuerung — die Software-Ebene
Die Software-Ebene über allem: Betrieb, Auswertung und Lastverschiebung über alle Standorte. Skalierung: Software.
Hebel 1 · Lastspitzenkappung
Eine Viertelstunde bestimmt zwölf Monate.
Der C&I Batteriespeicher für Industrie und Gewerbe — ausgelegt auf Lastspitzenkappung, maximalen PV-Eigenverbrauch und die Optimierung volatiler Energiekosten.
Peak Shaving — Lastspitzen kappen, Netzentgelte senken.
PV-Eigenverbrauch — Selbst erzeugten Strom maximal nutzen.
Lastmanagement — Verbrauch intelligent über den Tag verteilen.
Kostenoptimierung — Energiekosten entlang der Marktpreise steuern.
Sigenergy C&I · modularer Speicher
SigenStack — in Stufen von 12 Kilowattstunden.
Wo ein Containerspeicher zu groß und ein Heimspeicher zu klein ist, steht der modulare Weg: SigenStack besteht aus Batteriemodulen zu je 12,06 kWh, die auf einem Sockel gestapelt werden; oben sitzt der Batteriecontroller. Ein Stapel nimmt bis zu sieben Module auf, ein System bis zu 21 — maximal 253 kWh.
Das bedeutet für die Planung: Sie legen die Anlage auf den heutigen Lastgang aus und erweitern, wenn eine Produktionslinie dazukommt oder der Fuhrpark elektrifiziert wird. Keine Neuanlage, nur Module.
Die Kopplung an die Photovoltaik erfolgt gleichstromseitig über die Sigen-C&I-Hybridwechselrichter. Ein separater Batteriewechselrichter entfällt — das spart einen Wandlungsschritt und damit Verluste.
Sicherheit auf Pack-Ebene: je Akkupack eine eigene Aerosol-Löschanlage, Rauchsensor und Abgasführung. Schutzart IP66, geregelte aktive Kühlung, unter 70 dB.

SigenCube · All-in-One C&I
Wenn Platz die knappste Größe ist.
SigenStack wird modulweise aufgebaut. SigenCube geht den anderen Weg: Leistungselektronik, Hochspannungsteil und Verteilung sitzen in einer Einheit, die fertig vorkonfiguriert auf den Hof kommt. Der Hersteller gibt die Energiedichte mit 220,9 kWh je Quadratmeter an und beziffert die eingesparte Stellfläche gegenüber einer herkömmlichen Zusammenstellung mit über 30 Prozent.
Für die Baustelle heißt das weniger Schritte: Die Inbetriebnahme läuft laut Hersteller über die App in drei bis fünf Minuten, weil die Einheit werkseitig vorkonfiguriert ankommt. Ein separater Datenlogger entfällt — das Energiemanagement sitzt in jeder Einheit, und bis zu 100 Einheiten lassen sich ohne zusätzliche Leittechnik parallel betreiben. Fällt eine aus, übernimmt eine andere die Führung.
Zwei Baugrößen stehen zur Wahl: ES261 mit 261 kWh und ES401 mit 401 kWh, jeweils in zwei Leistungsstufen. Beide arbeiten mit LiFePO4-Zellen und schalten lastseitig in 0 ms auf Ersatzstrom um — vorausgesetzt, ein Sigen Energy Gateway ist verbaut. Ohne Gateway keine Umschaltung; das ist eine Angabe des Herstellers, die in Angeboten gern untergeht.
Die Zahlen auf dieser Seite stammen aus der SigenCube-Broschüre, die uns als Fachpartnerunterlage vorliegt. Sie sind Herstellerangaben, keine Messungen von uns.

SigenCube · Kennzahlen
Zwei Baugrößen, vier Leistungsstufen.
SigenStack oder SigenCube
Die Entscheidung fällt am Grundstück, nicht am Datenblatt.
Beide Linien speichern dieselbe Energie mit derselben Zellchemie. Sie unterscheiden sich darin, wie sie auf das Gelände kommen und wie sie wachsen.
SigenStack ist der modulare Weg: Module zu 12,06 kWh werden gestapelt, ein System fasst bis 253 kWh. Das passt, wenn die Anlage mit dem Betrieb mitwachsen soll oder wenn der Aufstellort verwinkelt ist und sich nur in Stufen belegen lässt.
SigenCube ist der kompakte Weg: eine fertige Einheit mit 261 oder 401 kWh, vorkonfiguriert, mit eingebautem Energiemanagement. Das passt, wenn die Stellfläche knapp ist, wenn es schnell gehen muss oder wenn später mehrere gleiche Einheiten nebeneinandergestellt werden sollen.
Welcher Weg bei Ihnen günstiger ist, hängt an Fläche, Zeitplan und Ausbaupfad. Wir legen beide Varianten durch, wenn das Objekt für beide infrage kommt.
SigenStack · Kennzahlen
Was im Datenblatt steht.
Sigenergy C&I · Wechselrichter und Gateway
Von 50 Kilowatt bis in den Megawattbereich.
Die Sigen-C&I-Hybridwechselrichter decken 50, 60, 80, 100, 110 und 125 kW ab. Sie schalten die Last unterbrechungsfrei um — 0 ms — und vertragen 150 % Überlast für 10 Sekunden, was den Anlauf großer Motoren abfängt, ohne dass die Anlage abschaltet.
Über das Sigen Energy Gateway lassen sich mehrere Wechselrichter zu einem System zusammenfassen. Die C-Serie ist in Stufen von 60 kW bis 2.400 kW verfügbar; damit wächst dieselbe Produktlinie vom einzelnen Betriebsgebäude bis zum Werksareal.
Das Gateway übernimmt dabei die Netztrennung: Fällt das Netz aus, läuft das Areal als Inselnetz weiter — mit Photovoltaik, Speicher und auf Wunsch einem Generator als dritter Quelle.
Hinweis zur Quellenlage: Die Leistungsstufen bis 125 kW stehen so in den uns vorliegenden Datenblättern. Die Herstellerseite nennt für die C&I-Reihe inzwischen auch 150 kW. Welche Stufe für Ihr Projekt lieferbar ist, klären wir vor dem Angebot beim Hersteller — wir geben keine Leistungsklasse an, die wir nicht bestätigt haben.

Nordsøen 4472 · Large Scale Infrastructure
Energie im Netzmaßstab.
Großspeicherinfrastruktur für Netzdienlichkeit, die Integration erneuerbarer Energien und den Energiehandel — die Basis für Infrastrukturprojekte von Versorgern und Betreibern.
Schwerpunkte: Netzdienlichkeit, Erneuerbaren-Integration, Energiehandel, Infrastrukturprojekte.

Intelligence Layer
Die digitale Steuerungsebene.
Die Steuerungsebene verbindet alle Anlagen zu einem System — mit Echtzeit-Monitoring, automatischer Lastverschiebung und voller Kostentransparenz. Welche Plattform dabei zum Einsatz kommt, hängt am Anlagenkonzept; die Funktionen sind dieselben.
Funktionen: Echtzeit-Monitoring, Automatische Lastverschiebung, Volle Transparenz, Energiemanagement, Kostenkontrolle.
Business Value Calculator
Ihr Speicher- und Einsparpotenzial.
Erste Indikation — belastbare Zahlen liefert die technische Detailanalyse.
Berechnungsgrößen: Anschlussleistung, Jahresverbrauch, Energiekosten, sowie ob eine PV-Anlage vorhanden ist (PV vorhanden? Ja/Nein).
Geschätztes Potenzial — ausgegeben werden: empfohlene Speichergröße, Peak-Shaving-Potenzial, Kostenreduktion pro Jahr und geschätzte Amortisation.
Für die Detailanalyse genügt eine Nachricht über das Kontaktformular — wir rechnen Ihr Objekt mit echten Verbrauchsdaten durch.
Anwendungen
Eine Plattform. Jede Branche.
Lastspitzen kappen, Prozesse absichern.
Eigenverbrauch und Kosten optimieren.
Ladeinfrastruktur netzverträglich betreiben.
Netzdienstleistungen und Handel.
Technology Trust
Engineering, Monitoring und ein starkes Partnernetzwerk.
Speicher, Wechselrichter und Energiemanagement eines Herstellers — weniger Schnittstellen, weniger Fehlerquellen.
Auslegung, Simulation und Inbetriebnahme durch Fachingenieure.
Betrieb und Optimierung über das Monitoring des Herstellers, mit Fernzugriff durch unseren Service.
Zertifizierte Fachbetriebe für die Umsetzung vor Ort.
Regulatorischer Rahmen
Was im Gesetz steht — und was es nicht hergibt.
Individuelles Netzentgelt bei atypischer Netznutzung: Weicht Ihr Höchstlastbeitrag vorhersehbar erheblich von der zeitgleichen Jahreshöchstlast der Netzebene ab, muss Ihnen der Netzbetreiber ein individuelles Netzentgelt anbieten. Es darf nicht unter 20 Prozent des veröffentlichten Netzentgelts liegen (§ 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV).
Individuelles Netzentgelt bei Bandlast: Erreicht eine Abnahmestelle im Kalenderjahr mindestens 7.000 Benutzungsstunden und übersteigt der Verbrauch dort 10 Gigawattstunden, besteht ebenfalls Anspruch auf ein individuelles Netzentgelt — gestaffelt ab 20 Prozent bei 7.000 Stunden (§ 19 Abs. 2 Satz 2 und 3 StromNEV).
Netzentgeltfreistellung für Speicher: Speicheranlagen, die bis zum 3. August 2029 in Betrieb gehen, sind 20 Jahre lang von den Netzentgelten für den Bezug der zu speichernden Energie freigestellt (§ 118 Abs. 6 EnWG). Wichtig und oft falsch dargestellt: Die Freistellung gilt für Strom, der aus dem Netz entnommen und zeitlich verzögert in dasselbe Netz zurückgespeist wird. Ein Speicher, der ausschließlich hinter dem Zähler für den Eigenverbrauch arbeitet, erfüllt diese Bedingung nicht.
Was das zusammen bedeutet: Ob und in welcher Höhe diese Regelungen bei Ihnen greifen, hängt am Lastgang, an der Netzebene und am Anlagenkonzept. Wir prüfen das im Projekt und schreiben das Ergebnis in die Wirtschaftlichkeitsrechnung — als Annahme mit Paragraf, nicht als Versprechen.
Ablauf
Von der Anfrage bis zum Betrieb.
Lastgang auswerten
Sie stellen uns die Viertelstundenwerte des letzten Jahres bereit — die bekommen Sie bei Ihrem Messstellenbetreiber. Wir ermitteln daraus Höchstlast, Benutzungsstunden und das realistische Kappungspotenzial.
Konzept und Wirtschaftlichkeit
Speichergröße, Leistung und Anbindung werden am Lastgang ausgelegt, nicht am Katalog. Sie bekommen die Rechnung mit allen Annahmen offengelegt — Netzentgelte, Strombezug, Investition, Laufzeit.
Netzanschluss und Genehmigung
Anmeldung beim Netzbetreiber, Zählerkonzept, Nachweise zur Netzverträglichkeit, bei Bedarf Brandschutz- und Aufstellungsnachweis. Diesen Teil übernehmen wir.
Errichtung und Inbetriebnahme
Montage durch zertifizierte Fachbetriebe, Inbetriebsetzung mit dem Netzbetreiber, Einweisung Ihres Personals, Übergabe der Dokumentation.
Betrieb und Optimierung
Fernüberwachung, Störungsbearbeitung und regelmäßige Nachjustierung der Kappgrenze — ein Lastgang ändert sich, wenn sich der Betrieb ändert.
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Fachbeiträge zum Thema
Wer ein ungewöhnliches Lastprofil hat oder sehr gleichmäßig abnimmt, hat Anspruch auf ein individuelles Netzentgelt. Der Netzbetreiber muss es anbieten. Die Betonung liegt auf: anbieten — nicht vorschlagen.
Beitrag lesen →Speicher mit Inbetriebnahme bis August 2029 sind 20 Jahre vom Netzentgelt für den eingespeicherten Strom frei. Eine Bedingung im Gesetzestext wird fast immer übergangen — und trifft die häufigste Bauform.
Beitrag lesen →Bauen wir Ihre Energieinfrastruktur.
Unser Engineering-Team analysiert Lastprofil, Standort und Wirtschaftlichkeit — vertraulich und unverbindlich.
