Energiemanagementsystem (EMS) Einzelteile werden zum System.
PV, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox von verschiedenen Herstellern arbeiten meist nebeneinander her. Das Energiemanagement lässt sie zusammenarbeiten — mit einer Entscheidung pro Minute.
Die Grafik zeigt Nexa HEMS — unser eigenes Energiemanagementsystem. Es befindet sich in Entwicklung und ist noch nicht verfügbar. Energiemanagement setzen wir heute mit den Systemen unserer Hersteller um.
Schon heute an Bord
Jede Anlage, die wir bauen, hat ein Energiemanagement.
Ob Sigenergy, WEESS oder ein anderer Hersteller: Jedes Energiesystem, das wir aufbauen, bringt sein eigenes Energiemanagement mit. Es entscheidet vom ersten Tag an, wohin der Solarstrom fließt — in den Haushalt, in den Speicher, in die Wärmepumpe oder in die Wallbox.
Nexa HEMS ist die nächste Stufe aus unserem eigenen Haus: eine Oberfläche, die die Systeme verschiedener Hersteller zusammenführt und gemeinsam steuert. Bis es verfügbar ist, arbeitet Ihre Anlage mit dem Energiemanagement ihres Herstellers.
Entscheidungslogik
Jede Kilowattstunde hat eine Rangfolge.
Erzeugter Strom wird nicht zufällig verteilt. Das System prüft laufend, wo er den höchsten Wert hat — und ändert die Reihenfolge, wenn sich Wetter, Preise oder Ihr Verhalten ändern.
Direktverbrauch im Haus
Was gerade läuft, wird zuerst aus eigener Erzeugung gedeckt — die günstigste Kilowattstunde ist die selbst verbrauchte.
Wärme und Warmwasser
Die Wärmepumpe wird bei Überschuss vorgezogen und lädt den Pufferspeicher, solange die Sonne liefert.
Fahrzeug laden
Das E-Auto nimmt Überschuss auf, sofern die gewünschte Zielzeit das erlaubt.
Batteriespeicher
Was danach übrig bleibt, wandert in den Speicher für den Abend.
Einspeisung oder Markt
Erst der Rest geht ins Netz — oder wird bei Direktvermarktung gezielt verkauft.
Was angebunden wird
Herstellerunabhängig, auch im Bestand.
Erzeugung messen und bei Bedarf abregeln.
Lade- und Entladeleistung aktiv steuern.
Betriebszeiten und Zieltemperaturen verschieben.
Ladeleistung dynamisch anpassen, Modi umschalten.
Netzbezug und Einspeisung sekundengenau erfassen.
Weitere schaltbare Lasten als Überschussverbraucher.
Rahmenbedingungen
§14a, dynamische Tarife, Netzentgelte.
Seit der Neuregelung dürfen Netzbetreiber steuerbare Verbraucher im Notfall dimmen — im Gegenzug sinken die Netzentgelte. Ein Energiemanagement macht aus dieser Pflicht einen Vorteil, weil es die Reduzierung intelligent verteilt statt hart abschaltet.
Im Alltag soll das System unsichtbar bleiben. Sichtbar wird es nur, wenn Sie es wissen wollen — in der Kunden-App und, für Betreiber größerer Anlagen, im Energy Operating System. Aktueller Energiefluss zwischen Erzeugung, Speicher, Haus und Netz. Autarkiegrad und Eigenverbrauch im Verlauf. Ersparnis in Euro, nicht nur in Kilowattstunden. Hinweis, wenn eine Komponente auffällig arbeitet.
Kunden-App ansehen →Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Energiemanagement.
Brauche ich zusätzlich ein eigenes Energiemanagementsystem?
Nein. Jede Anlage, die wir aufbauen, bringt das Energiemanagement ihres Herstellers mit — beim Sigenergy-Speicher ist es im System integriert. Es entscheidet vom ersten Tag an, ob der Solarstrom in den Haushalt, den Speicher, die Wärmepumpe oder die Wallbox fließt. Nexa HEMS, unser eigenes herstellerübergreifendes System, befindet sich in Entwicklung und ist noch nicht verfügbar.
Was hat das Energiemanagement mit § 14a EnWG zu tun?
Wärmepumpen, private Wallboxen, Klimageräte und Stromspeicher über 4,2 kW sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Der Netzbetreiber darf ihren Netzbezug bei einer konkreten Gefährdung seines Netzes reduzieren, aber nie auf null. Werden die Geräte über ein Energiemanagement gesteuert, gilt ein gemeinsamer Mindestwert — für eine Wärmepumpe bis 11 kW und eine Wallbox zusammen 7,56 kW, die das System frei auf beide verteilen darf. Strom aus der eigenen PV-Anlage zählt nicht gegen diese Grenze, und im Gegenzug sinkt das Netzentgelt.
Brauche ich ein intelligentes Messsystem?
Für einen dynamischen Stromtarif ja: Seit dem 1. Januar 2025 muss jeder Stromlieferant einen dynamischen Tarif anbieten, aber nur Kunden mit intelligentem Messsystem (§ 41a EnWG). Pflicht ist der Einbau unter anderem bei mehr als 6.000 kWh Jahresverbrauch, bei einer Vereinbarung nach § 14a EnWG und bei PV-Anlagen über 7 kW. Was das Messsystem kosten darf, regelt § 30 MsbG.
Was bringt ein dynamischer Stromtarif?
Bei einem dynamischen Tarif folgt der Strompreis dem Börsenpreis. Das Energiemanagement legt Wärmepumpe, Warmwasser und Wallbox dann in die günstigen Stunden, ohne dass Sie eingreifen. Wie viel das spart, hängt vor allem davon ab, wie viel Verbrauch sich tatsächlich verschieben lässt — eine pauschale Zahl nennen wir deshalb nicht, wir rechnen sie mit Ihren Werten.
Kann ich vorhandene Geräte anderer Hersteller einbinden?
Oft ja, auch nachträglich — entscheidend ist die Schnittstelle. Der Sigenergy-Speicher steuert laut Hersteller zum Beispiel SG-Ready-Wärmepumpen und unterstützt dynamische Tarife; Wallboxen kommunizieren über OCPP. Wie weit das bei Ihren Komponenten reicht, prüfen wir vor dem Angebot.
Funktioniert die Steuerung auch ohne Internet?
Ja. Die Regelung entscheidet lokal und arbeitet weiter, wenn die Internetverbindung ausfällt. Sie regelt im Abstand von ein bis zwei Sekunden und plant mit Wetter- und Verbrauchsprognosen über 48 Stunden statt mit starren Schaltzeiten.
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